Einsatztagebuch

Strategischer Erfolg für die EU-Mission auf Panthera. Mit der 14. Jägerkompanie als Speerspitze haben die internationalen Truppen eine wichtige Wegekreuzung sowie eine Brücke in ihre Handbekommen. (Video ganz am Ende des Artikels.)

 

Karte: Panthera

Datum: 05.03.2016

Ingame-Startzeit: 18.06.14, 07:45 Uhr

 

Rahmenlage:

Die Bundeswehr ist im Rahmen der EU-Operation "European Spring" auf Panthera eingesetzt.
Seit 1998 befinden sich Kräfte der vereinten Nationen auf Panthera und sind im Südwesten der Insel stationiert. Die Position bietet der UN hervorragende Anbindungen an den Osten Europas.

Auf der Insel herrscht zum jetzigen Zeitpunkt das pure Chaos. Es bildeten sich in der Vergangenheit Gruppierungen, welche sich aktuell unter einer Flagge versammeln, um ihr selbstgegebenes Recht auf einen eigenen Staat mit Gewalt durchzusetzen.

Dieser Zusammenschluss, bekannt als Westliche Befreiungsfront (WBF) setzt sich laut aktuellen Informationen aus mindestens 3 Fraktionen zusammen, welche die Hauptstreitkraft bilden. 
Die SLA (Sahrani Liberation Army), welche sich nach der durch die NATO vereitelten Übernahme von Sahrani in den nahen Osten zurückzog und erneut rekrutierte. 
Die Bewegung des roten Sterns, welche sich aus vereinten russischen Splittergruppen zusammensetzt und in letzter Zeit ständig um die Grenzen der Ukraine Gefechte um Ländereien ausgefochten hatte. Die Auftraggeber sind der öffentlichkeit weiterhin unbekannt und sie sind eine mit den Waffen des warschauer Paktes ausgestattete Privatarmee.
Die ILF (Internationale Befreiungsfront), welche den radikalsten Part dieses Zusammenschlusses darstellt, mit religiösem Eifer kämpft und alles in ihrer Macht stehende tut, um einen eigenen Staat zu errichten.


Lage:
Am vergangenen Tag konnten die deutschen Kräfte die Briten am Ostrand der Verteidigung entlasten und nahmen mehrere Landmarken, darunter eine Tankstelle ein.

Der VI./14, in Verteidigungsstellung bei CROSSROADS, hat befestigten Gegner im Norden aufgeklärt.

 

1a. Lage gegnerischer Kräfte

Feind tritt infanteristisch und motorisiert auf.

Von CROSSROADS wurde bei AZ SARAH befestigter Feind in Zugstärke aufgeklärt. Der Feind unterhält dort kleinere Checkpoints und unterhält dort ein Depot, sowie Versorger bereit.

Vermutete Absicht des Feindes ist es, sich bei AZ SARAH zur Verteidigung einzurichten und Folgekräfte nachzuziehen. Der Bodenverlust bei CROSSROADS hat die Flanke der WBF stark geschwächt.

 

1b. Eigene Lage

II./14 bei (058 019) bei NATO-Larzarett ERIKA unter Sicherung der britischen Kräfte.

VI./14 bei CROSSROADS unter eigener Sicherung.

III./14 bei Tankstelle ostwärts von FOB BROWN in eigener Sicherung.

Britische Kräfte bei ERIKA und FOB BROWN unter eigener Sicherung.

 

1c. Zivile Lage
Mögliche Präsenz in Verstecken. Keine Zivilisten aufgeklärt.

 

1d. Minenlage

Mit befestigtem Feind ist zu rechnen. Schützen- und Panzerabwehrminen sind wahrscheinlich.

 

2. Auftrag II./14.Jgkp

II./14 
-nimmt AZ SARAH
-vernichtet fdl. Ausrüstung und Depots
-richtet sich zur Verteidigung gegen NORD und WEST ein.

 

3a. Absicht

Absicht der Kompanieführung ist es, den gewonnenen Boden auf der Hauptinsel zu behaupten und gegen die Invasoren zu verteidigen.

Dazu ist befohlen, die geschwächte Feindstellung bei AZ SARAH zu nehmen und sich im Anschluss daran zur Verteidigung einzurichten.

 

4. EinsUstg

Munition in FOB ERIKA bei 100%.

 

Slotliste:

Zugtrupp II./ 14
1. ZgFhr: OFR Tanko
2. stv. ZgFhr: HG Iron
3. Schütze:
4. Schütze:
5. Schütze:
6. Schütze:
7. Anwärter:
8. EEH-B: SG Loki
9. Schütze/MKF:
10. Schütze/RiS:

Gruppe 1./ II
11. GrpFhr: HG Ragnar
12. stv. GrpFhr:
13. Schütze: G Reddog
14. Schütze: HG Pusteblume (50%)
15. Schütze: JG Fargero
16. Schütze: HG Neemo
17. Anwärter:
18. EEH-B: HG Biersen
19. Schütze/MKF: OSG Fat Toni
20. Schütze/RiS: OSG Shifty

Gruppe 2./ II
21. GrpFhr: HG Swift
22. stv. GrpFhr: HG(FA) Spades
23. Schütze: JG Jajotsch (50%)
24. Schütze: HG(UA) Zitrus
25. Schütze: HG Ugga
26. Schütze: OF Ben@Arms
27. Anwärter:
28. EEH-B: SG Iceburgh
29. Schütze/MKF:
30. Schütze/RiS: HG W@rlord

 

Einsatzbericht:

Magzin Bild 1Panthera (dpa). Langsam aber stetig kommt die EU-Militärmission auf Panthera voran. Nachdem die Truppen sich am Südrand der Hauptinsel festgesetzt haben, ist es den deutschen Einheiten jetzt gelungen, Aufständische aus dem Dorf Tolmin zu vertreiben.

„Unser Ziel war es, von Taff Grove aus, wo britische Kräfte ihr Feldlager aufgeschlagen haben, schnell nach Norden vorzustoßen, um der WBF keine Chance zu geben, sich nach ihrer jüngsten Niederlage wieder neu zu formieren“, berichtet Oberfähnrich Tanko, der den Angriff der 14. Jägerkompanie befehligte. Als Angriffsziel hatte die Missionsleitung das Dorf Tolmin ausgesucht. „Dort befindet sich neben der Kreuzung dreier wichtiger Straßen eine Flussbrücke, die den Flughafen Boranie mit dem Süden und Südosten der Insel verbindet. Ohne sie und die weiter südlich gelegenen Brücken an der Küste müssen schwere Fahrzeuge einen Umweg fast um den gesamten Nordteil der Insel herum nehmen“, beschreibt Generalmajor Neese von der Leitung der Operation „European Spring“ die strategische Bedeutung des Orts.

Offenbar hatten das auch die Truppen der Westlichen Befreiungsfront erkannt. Denn nach ihrem Rückzug aus dem Umland hatten sie sich in dem Ort festgesetzt und zudem erhebliche Mengen an Munition und Treibstoff dort gelagert, was die militärische Bedeutung der Siedlung weiter steigerte. Entsprechende Meldungen aus der militärischen Aufklärung bewahrheiteten sich am Boden. „Nach den heftigen Kämpfen der vergangenen Tage waren wir überrascht, dass es beim Marsch auf Tolmin überhaupt keinen sichtbaren Feind gab“, schildert Hauptgefreiter Ragnar, der Anführer einer der beiden Jägergruppen, seinen Eindruck am Morgen des Einsatztages. „Offenbar hatten die wirklich alle Überlebenden in Tolmin zusammengezogen.“

Tanko ließ seine Männer aus Südosten, über einen Höhenzug und durch dichten Wald, auf breiter Front gegen Tolmin antreten. „Auf den ersten Blick sah es ruhig aus, aber das konnte täuschen, und ich wollte nicht zu viel Zeit auf die Aufklärung verwenden. Diese Zeit hätte der Gegner nutzen können, um uns aufzuspüren und anzugreifen“, erklärt der Zugführer. Also griffen die Jäger den Ort an. Ziel war es, über eine Industrieanlage am Rand in den Ortskern vorzustoßen. „Erst kamen wir gut voran, doch die WBF hatte sich gut verschanzt und es gab reichlich MG-Feuer aus dem Dorfkern“, berichtet Hauptgefreiter Swift, der zweite Gruppenführer. Die Soldaten waren an den Außenmauern des Werksgeländes festgenagelt. Zudem gab es offenbar einzelne gegnerische Schützen in den umgebenden Hügeln. Es gab mehrere Verletzte. Nur mühsam gelang der Einbruch in die Industriehallen.

Nachdem dort vereinzelt verschanzte Aufständische bekämpft waren, war immerhin eine feste Basis für den Sturm auf den Dorfkern von Tolmin vorhanden. „Eines muss man der WBF lassen: Ihre Leute hatten sich wirklich bestens im Ort verschanzt“, sagt Tanko. Nur mit größter Vorsicht konnten sich die deutschen Soldaten Haus für Haus vorkämpfen. Tanko entschloss sich, erst einmal die alte Festung nördlich des Orts zu besetzen. Von dort hatte er nicht nur einen Überblick über einen Großteil der Siedlung, sondern konnte das Einsatzgebiet auch nach Norden abschirmen, falls sich von dort feindliche Verstärkung genähert hätte. Nachdem alle dort sichtbaren Gegner bekämpft waren, unter anderem in einem Sandsackbunker an der nördlichen Straße in Richtung Kobarid, konnte schließlich auch der erste Jägerzug im Ort offensiver vorgehen. Umkämpft war vor allem ein Einkaufszentrum, auf dessen Dach die Aufständischen ein schweres MG positioniert hatten. Außerdem musste jedes Haus mühsam nach Heckenschützen abgesucht werden, ganz zu schweigen von der Minengefahr.

Doch als schließlich die zweite Sandsackstellung an der Brücke im Westen von Tolmin erreicht war, hatten die Jäger es weitgehend geschafft. Es galt nur noch die vereinzelten Gegner in den Industrieanlagen westlich des Dorfs zu bekämpfen. Danach war ein wichtiger Knotenpunkt im Südwesten von Panthera fest in der Hand der EU-Mission.